"Homepage für Medizin und Naturwissenschaft. Dr. med. Jean Michalla, Für Nichtmediziner und Ärzte. HP for Medicine and Sciences, John Michalla M.D., pages for everyone and for medical praktitioners, physicians" CONTENT="">







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Medizingeschichte:
über französische, deutsche u.a. Ärzte
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Anmerkungen



6 Anhang

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literatur-bzw. Bilderverzeichnis, das über meiner Adresse: jeanmich@t-online.de nach Angabe einer kurzen Begründung erhältlich ist. Bilder ohne Zahlenangaben sind eigene Bilder.

61 Literatur

62 Anmerkungen

63 Ägypten-Bildergalerie

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62 Anmerkungen

Anm.1:


Die Bevölkerungszahl hat sich seit Anfang dieses Jahrhunderts verdreifacht. Die Siedlungs-
dichte, bezogen auf das Kulturland, ist eine der höchsten der Erde. Infolge der hygienischen Fortschritte, die bei weiterhin hoher Geburtenrate einen erheblichen Rückgang der Kinder-
sterblichkeit brachten, hat sich die Bevölkerungszunahme so beschleunigt, dass sie jeden wirtschaftlichen Fortschritt gefährdete. Die seit 1965 beschlossene Politik der Familien-
planung und Geburtenkontrolle soll die jährliche Zunahme bis 1975 von 2,5% auf 1,7%
senken. Trotz Widerständen aus sozialen Gründen ( geringer Bildungsstand, Frühehen,
religiöse und Familientraditionen ) zeigen diese Maßnahmen erste Erfolge.

Die Bevölkerung besteht zu etwa vier Fünfteln aus Fellachen, die meist als Ackerbauern
leben. Sie gelten als arabisierte Nachkommen der alten Ägypter. Die Kopten, noch 7% der
Bevölkerung ( sehr unsichere Angaben, zwischen 2 und 6 Millionen ) werden als unvermischte Nachfahren der Ägypter angesehen. Sie leben hauptsächlich in Oberägypten und in den
Städten. Die Nubier Oberägyptens bilden eine hamitisch-negride Bevölkerungsgruppe,
die ursprünglich aus dem Süden eingewandert ist. Infolge des Hochdammbaues bei Assuan
und der Überflutung Nubiens sind sie weiter nördlich neu angesiedelt worden. Als reine
Araber gelten die nomadisch lebenden Beduinen; ihre Zahl wird auf etwa 100.000 geschätzt.
Daneben gibt es kleinere Gruppen von Bischarin ( Hamiten ) im Südosten und Berber
( Siwa-Oase ) Seit der Türkenzeit lebten in den Städten des Nordens zahlreiche
Ausländer, besonders Griechen, Armenier, andere Vorderasiaten ( zusammenfassend
" Levantiner " genannt ) sowie Westeuropäer. Aus wirtschaftlichen und politischen Gründen
mußten sie nach 1956 großenteils das Land verlassen. 1960 gab es noch rund 143.000
Ausländer, bis 1966 war ihre Zahl auf 90.600 zurückgegangen. 1971/72 befanden sich
zeitweilig bis zu 20.000 sowjetische Fachleute und Militärexperten in Ägypten, die im
Sommer 1972 bis auf einige hundert das Land verlassen mußten. Von den früher im Land
ansässigen Juden ( 1947: 66.000 ) sind nur wenige im Land geblieben ( 1966 noch 2.500;
1968 hatten fast alle Juden Ägypten verlassen ).

Amtssprache ist das Arabische, daneben dienen Englisch und Französisch als Handels-
und Bildungssprachen. Die aus dem Altägyptischen hervorgegangene koptische Sprache
wird heute noch als christliche Kirchensprache verwendet. Nubisch- und die Berber-Dialekte
haben nur lokale Bedeutung.

Staatsreligion ist der Islam sunnitischer Richtung, zu dem sich über 90% der Bevölkerung
bekennen. Die Christen sind meist Kopten, deren Kirche unter dem Patriarchen von
Alexandrien seit 451 n.Chr. von Rom unabhängig ist. Weiterhin gibt es Gruppen katho-
lischer ( unierter ) und protestantischer Kopten sowie Anhänger anderer europäischer und
orientalischer christlicher Kirchen. ( Länderberichte, Ägypten: Statistisches Bundesamt
Wiesbaden ).
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Anm. 2:

insgesamt 53.000 Mann waren bei der Flotte, die aus 400 Schiffen bestand.

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Anm. 3:

Gemeint sind hier die Städter und die gehobenen Bevölkerungsschichten, da die Ackerbauer
( arabisch: Fellachen ) die Masse der Bevölkerung ausmachten ( 66, 80, 85, 20 ),( vgl.
Anm. 1).

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Anm. 4:

Die einstige Hauptstadt Alexandria hatte ihren Glanz verloren. Nach den vielen Belagerungen
im Laufe der Jahrhunderte war die Bevölkerungszahl von rund einer Million zur ptolemäischen
Zeit ( Kleopatra ) auf einige Tausend zur Zeit der Expedition gesunken. Schulen, Wissenschaft
und Künste hatten viel eingebüßt; dennoch war ein gewisses Ausmaß an Handel zu verzeich-
nen, und es gab noch viele schöne Bazare, außerdem schöne Moscheen (79).

««zurück

Anm. 5:

Proklamation an die Armee:

" Soldaten! Ihr werdet eine Eroberung vollbringen, deren Einflüsse auf die Zivilisation und den
Handel der Welt nicht voraussehbar sind. Ihr werdet den Engländern einen tiefen und empfind-
lichen Schlag bereiten. Die Mamelucken Beys, die ausschließlich den Handel mit den Englän-
dern bevorzugen und unsere Händler mit Havarien überhäuft haben und die Bevölkerung des
Nils tyrannisieren, werden in einigen Tagen nicht mehr existieren. Das Volk, mit dem wir zu-
sammenleben werden, besteht aus Moslems. Ihr erster Glaubensbekenntnis ist folgender :
’ Es gibt keinen anderen Gott als Gott und Mohammed ist sein Prophet.’

Widersprecht ihnen nicht, verfahrt mit ihnen wie wir es mit den Juden und den Italienern
getan haben. Nehmt Rücksicht auf ihre Muftis und ihre Imame, genau wie ihr sie gegen-
über den Rabbinern und den Bischöfen geübt habt. Die römischen Legionen verteidigten
jede Religion. Ihr werdet hier andere Sitten vorfinden als in Europa. Ihr müßt euch anpassen.

Die erste Stadt, die wir sehen werden, wurde von Alexander dem Großen gegründet. Wir
werden auf jedem Schritt Erinnerungen begegnen, die die Franzosen zum Nachahmen
anregen sollten." 22. Juni 1798 ( 79).

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Anm. 6:

Proklamation an das Volk Ägyptens:

" Bonaparte, Mitglied des Institut National, General en Chef:

Bevölkerung von Ägypten, man wird Euch sagen, ich komme, um Eure Religion zu zerstören;
glaubt denen nicht! Antwortet, ich komme um Eure Rechte wieder herzustellen, die wider-
rechtlichen Besitzergreifer zu bestrafen, und ich respektiere Gott seinen Propheten und
den Al-Koran mehr als die Mamelucken. Sagt ihnen, alle Menschen sind vor Gott gleich;
nur Weisheit, Talente und Tugend bringen Unterschiede zwischen sie. Welche Talente,
welche Tugenden zeichnen die Mamelucken aus, dass sie alles, was das Leben lebens-
wert und süß macht, besitzen? Gibt es ein schönes Land, dann gehört es den Mamelucken.
Gibt es eine schöne Sklavin, ein schönes Pferd, ein schönes Haus, schon gehört es den
Mamelucken. Wenn sie Ägypten als ihren Bauernhof betrachten, dann sollen sie die Ver-
pachtungsurkunde zeigen, die Gott ihnen gegeben hat. Aber Gott ist gerecht und barmherzig
zu dem Volk, das die Ägypter rufen, um alle ihre Kostbarkeiten zu verwalten.

Der Weiseste, der Gebildeste und der Tugendhafteste wird regieren, und das Volk wird
glücklich sein. Sind wir es nicht, die den Papst abgesetzt haben, der sagte, wir sollten Krieg
gegen die Moslems führen? Sind wir es nicht, die die Maltesischen Ritter geschlagen haben,
weil diese sinnloserweise glaubten, Gott wolle, dass sie mit den Moslems Krieg führten? Sind
wir es nicht, die jahrhundertelang zu hohen Herren wie Freunde gewesen sind? - Freund sein-
er Freunde! Feind seiner Feinde!

Haben nicht im Gegenteil die Mamelucken immer gegen die Autorität des großen Herrn,
den sie nicht kannten, revoltiert? Sie handelten nur nach ihren Launen.

Aber Unglück, dreimal Unglück über die, die sich mit den Mamelucken rüsten und gegen
uns kämpfen werden! Es wird für sie keine Hoffnung geben: Sie werden alle umkommen."
2. Juli 1798 ( 79 ).

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Anm. 7
:

Auf der ganzen Flotte waren 20.000 Experten an Bord ( Militärexperten, Handwerker, Ingenieu-
re, Wissenschaftler, Künstler, Ärzte ) ( 91 ). Man liest in ( 79 ), Napoleon an Monge (vgl.
Anm. 8 ):

" Wir werden ein Drittel des Instituts und alle möglichen Instrumente mit uns haben. Ich
empfehle Ihnen vor allem mit Sorgfalt die arabischen Drucksätze. "

««zurück

Anm. 8:

Unter ihnen befanden sich z.B.:

der Mathematiker Gaspard
Monge (1746-1818), Leiter der Kommission und später Präsident
des " Institut d' Egypte " in Kairo (vgl. Anm. 19),

der Chemiker (Graf) Claude-Louis
Berthollet (1748-1822), der sich mit seinem engsten
Kollegen Monge an der Auswahl der Gelehrten für die Expedition beteiligte ( 65A ),

der Ingenieur und Bauleiter der Kommission General Joseph-Maximilien
Caffarelli (1756-1799),

der Hauptverwalter der Kommission Jean-Pierre
Daure ,

der Biologe Etienne Geoffroy
Saint- Hilaire(1772-1844),

der Arzt, Professor Alexandre
Dubois , Leiter der medizinischen Abteilung der Kommission
( vgl.
Anm. 20 ),

der Maler und Archäologe Dominique Vivant (Baron)
Denon ( 1747-1825 ) berühmt für
seine illustrierte Schilderung der Expedition und Feldzüge in Ägypten.

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Anm. 9:

Aus den Memoiren von Desgenettes und Larrey ist zu sehen, dass die " Ärzte "
( franz.: Medecins ) hauptsächlich konservativ mittels Arzneien behandelten.
Sie bereiteten und verteilten die entsprechenden Medikamente und organisierten
das Gesundheitswesen, im Gegensatz zu den " Chirurgen ", die sich hauptsächlich
mit Operationen, Wundversorgung oder Amputationen beschäftigten ( 91 ).

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Anm. 10:



Desgenettes, René-Nicolas-Dufriche Baron D. (1762-1837). ( 91 )

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Anm. 11:



Larrey, Dominique-Jean Baron L. (1766-1842).(91)

««zurück

Anm. 12:

Larrey und Percy gelten unabhängig voneinander als Väter der Ambulanz.


Das Bild hier zeigt “ Larreys Kamel-Panier ". Das
waren zum Transport von Verletzten auf dem Höcker eines Dromedars befestigte Körbe. Sie
waren so konstruiert, dass sie "genau so bequem für die Verletzten wie leicht für die Dromedare
waren". Diese Kamel-Panier ersetzten Larreys "Fliegende Ambulanz", eine durch Pferde gezog-
ene Zweiradkutsche, die sich in der Sandwüste Ägyptens als unbrauchbar erwiesen
hatten (66, 91).

««zurück

Anm. 13:

Er las Werke von Ärzten und Reisenden, die schon früher in Ägypten gewesen waren
und holte sich wichtige Informationen von den Dolmetschern Venture und Magalon, die
früher dort gelebt hatten.

««zurück

Anm. 14:

"... Man findet Wasser, Gräser und Bäume in den Wüsten Amerikas; man findet Wasser
und Gräser in der Wüste Tatariens; man findet weder Wasser, noch Gräser oder Bäume
in den Wüsten Afrikas oder Arabiens.Diese Wüsten sind dürr und kahl ..." (79).
««zurück

Anm. 15:

Um seine Leute zu ermutigen, rief Bonaparte mit zu den Pyramiden ausgestrecktem Arm:

"Soldaten !
Vierzig Jahrhunderte sehen auf euch herab !"

(Soldats ! Quarante siecles vous contemplent ), (21, 79).

««zurück

Anm. 16: Für Einzelheitens.(70, 66, 63, 91).

««zurück

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literatur-bzw. Bilderverzeichnis, das über meiner Adresse nach Angabe einer kurzen Begründung erhältlich ist. Bilder ohne Zahlenangaben sind eigene Bilder.


Amn. 17:

Am 28. Juli 1798 schreibt Napoleon, dass er aus
Frankreich in drei Fregatten folgendes verlangte:

1. eine Komödiantengruppe,

2. eine Truppe von Balletttänzerinnen,

3. 3 bis 4 Marionettenspieler für das Volk

4. ungefähr 100 französische Frauen,

5. die Gattinen derer, die in Ägypten beschäftigt waren

6. 20 Chirurgen, 30 Apotheker und 10 Ärzte

7. einige Gießer,

8. einige Likör- und Branntwein-Hersteller

9. ungefähr 50 Gärtner mit deren Familien, sowie
Samen der verschiedensten Gemüsesorten

10. jede Fracht mußte 200.000 Pinten
(1 Pint = 0,568 l) Branntwein und
1 Mio. Pinten Wein beinhalten

11. 300.000 Ellen blaues und scharlachrotes Textilstoff

12. Seife und Öl.

Anschließend, meinte Napoleon, er würde dieses Land ( Ägypten ) kolonialisieren. Er wäre
erst 29, und würde dann, wenn es soweit wäre, 35 sein. Dies sei kein Alter, meinte er weiter,
diese sechs Jahre würden ihn genügen, wenn alles gelänge, um dann weiter nach Indien zu
ziehen. Diese Wünsche sollten allerdings nicht in Erfüllung gehen.

««zurück

Anm. 18:

Nicht in der " morbiden Periode ", d.h. wenn der Khamsin wehte.
Anfang März bis Ende Mai weht der Khamsin 6-12 Tage lang als heißer,
schwüler Wind (66, 26).
««zurück zum Abschnitt 2152 oder ««zurück zum Abschnitt 2161 Gelbfieber

Anm. 19
:

Am 22. August 1798 :"... Es wird in Ägypten ein Institut für die Wissenschaft und die Künste geben, das in Kairo errichtet wird. Diese Einrichtung soll sich hauptsächlich mit dem
Vorwärtskommen und dem Fortschritt des Wissens in Ägypten beschäftigen (les progrès et la propagation des lumières en Egypte). Alle Hauptoffiziere der französischen Armee hätten zu allen Sitzungen Zutritt. Die Memoiren des Instituts werden gedruckt ... "

Was Napoleon mit seinen Äußerungen hier gemeint haben soll, wird unterschiedlich verstanden. Fest steht, dass die erste Sitzung am 23. August 1798 stattfand und dass Napoleon folgende Fragen vorschlug:

Kann man das Brotbacken verbessern?

Gibt es Möglichkeiten zum Ersetzen des Hopfens bei der Bierherstellung?

Welche Möglichkeit gäbe es zu Klärung und Reinigung des Nilwassers?

Hat Ägypten Rohstoffe zur Herstellung von Schießpulver?

Wie ist der Zustand der Rechtswissenschaft, des Zivil- und Kriminalrechts und der Bildung
in Ägypten?

Welche wären die möglichen Verbesserungen in diesen Gegenden, die von der
Bevölkerung gewünscht werden?

Ferner z. B. am 28. April 1799 schreibt er an Fourrier in Kairo:

"... Eines meiner größten Anliegen wäre, das Institut wieder zu versammeln und zu sehen,
ob wir das Wissen der Menschheit in einem Schritt fördern können ... "

««zurück

Anm. 20:

Eine hartnäckige "Nostalgie" und Dysenterie zwangen Professor Dubois, nach Frankreich zurückzukehren (66).

««zurück

Anm. 21:

Es existierten früher vier bedeutende Moristane (14). Die Behandlung beruhte auf rein
karitativer Basis. ... In Europa herrscht eine falsche Einstellung über Philantropie bei den
Orientalen. ...Im Orient existierten Krankenhäuser, lange bevor sie in Europa errichtet wurden...
(53). Die Orientalen gaben ein erstes Beispiel vom Krankenhaus. Außerdem gab es andere
karitative Einrichtungen wie zahlreiche Brunnen um sich zu Waschen und zu Trinken, weiter-
hin Schulen, die unmittelbar an den Moscheen zu finden waren (54).
s. Abb. 1-2

««zurück (Abschnitt 2141, Moristan)

Anm. 22:

Zur Beschreibung der Bäder (s. 66, 65, s
. Abb. 4 , Gesundheitswesen)

««zurück


Anm. 23:

Zur Beschneidung (s. 66, 53, 65 und
Anm. 40 letzter Abschnitt).

««zurück (einheimische Medizin)


Anm. 24:

Die Beschneidung der Mädchen wird heute in Ägypten immer noch praktiziert.

««zurück

Anm. 25:

Weiter über einheimische Medizin (66).

««zurück

Anm. 26:

Sicherlich kamen sie berufsbedingt (Keller, Speicher, Getreidelager, Schiffladeräume u.a.) in Berührung mit oder in der Nähe von Ratten.

««zurück

Anm. 27:

Über Fatalismus (66).

««zurück

Anm. 28:

Verbot türkischer Kleidung; weil man damals annahm,dass die Pest von Konstantinopel kam (66).

««zurück


Anm. 29 :

Wahrscheinlich weil diese Gruben nachts von infizierten Ratten aufgesucht wurden.

««zurück

Anm. 30:
s. Art. 1 und 2 (66)
«« zurück

Anm. 31:

Grund gegen die Inokulation (66).

««zurück

Anm. 32:

"... Der General-en-Chef trat als erster durch das Bab-el-Nasr (Siegestor). Die Menschen in den Straßen eilten herbei, versammelten sich in großer Menge und
begleiteten ihn mit Freudenschreien zu seinem Palast. Sie wünschten ihm mit noch mehr
Begeisterung als je zuvor Glück, da ihr Land von allen Seiten durch zahlreiche Feinde be-
droht war, besonders von den Türken, denen dieses friedliebende und bescheidene Volk
immer misstraute. Die Anwesenheit des General Bonaparte aber ermutigte sie, und
seit diesem Augenblick fühlten sie sich in voller Sicherheit..." (66).

««zurück


Bab-el-Nasr (Siegestor)

Anm. 33:
M. Ali ließ den Code-Napoléon ins Türkischen und Arabischen übersetzen und wendete ihn auch an.

«« Abschnitt 222

Anm. 34:

Die
Pest wird in erste Linie vom Rattenfloh übertragen, vorausgesetzt natürlich,
dass die Ratte an Pest erkrankt ist. Wenn die Lungen befallen sind, dann kann die
Pest ( Lungenpest ) auch durch Tröpcheninfektion ( Abhusten ) von Mensch zu Mensch
oder Tier zu Mensch übertragen werden.

(
s.auch Anm.54 )

Für Epidemien im Allgemeinen und über folgenden Erkrankungen im 19. Jhrt. s. ( 66 ) :
Gelbfieber, Pocken u.a.
der Blase und des unteren Abdomens
Hepatitis
Hodenatrophie
Lepra und Elephantiasis
Ophthalmie ( Augenentzündungen )
Tetanus.
Tollwut

«« Abschnitt 216 ( andere Epidemien )

Amn. 35:


««zurück

Anm. 36:

Früher gab es in großen Familien traditionelle Vorurteile und Neid, was mit vielen Verlusten
durch Brandstiftung, Zerstörung von Getreidevorräten und Vergiftung von Viehherden einher-
ging. Obwohl die Behörden hierüber durch ein staatliches Monopol auf Anbau von Mono-
kulturen ( Baumwolle, Zuckerrohr, Mais u.a.) eine gewisse Kontrolle erreicht haben, besteht
diese Art der Schädigung des Nächsten noch heute im Dorf weiter, und man spürt noch
immer eine gewisse Unsicherheit zwischen den Bauern. Davon zeugen die Häuser, die
Rückwand an Rückwand, ohne Hintertür, gebaut sind und somit enge Gassen bilden, die
hohen Zäune und Mauern, Gitter und die wenigen Fenster und Türen, wobei nur wenig
Ventilation möglich ist. Außerdem werden aus denselben Gründen die Tiere noch in den
Häusern, in unmittelbarer Nähe zu den Schlaf-und Essräumen gehalten, mit allen Gefahren
für die Hygiene und den Unbequemlichkeiten, die sich daraus ergeben.
s.auch Anm.51 ( Anfang )
oder
«« Anm. 51 ( Weiter )

s. Bilder ( Dorf )
«« Bildern
«« Abschnitt 221oder«« Abschnitt 5 ( Schlussbemerkung ) oder
«« Abschnitt 224

Anm. 37:s. Koran

««zurück


Anm. 38:

Die Heilige Fatima. Man trägt an einer Halskette oder als Brosche eine kleine Hand aus Gold
oder Silber ( heilige Hand der Fatima ) zum Schutz gegen den bösen Blick.

««zurück

Anm. 39: s. Koran

««zurück




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Anm. 40:

Al-Fatiha ( zu deutsch: die Öffnende ) Koran 1. Sure, 1ff.

" Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen
1. Lob sei, Gott dem Weltenherrn,
2. dem Erbarmer, dem Barmherzigen,
3. dem König am Tag des Gerichts,
4. Dir dienen wir und zu Dir rufen um Hilfe wir,
5. Leite uns den rechten Pfad,
6. den Pfad derer, denen Du gnädig bist,
7. nicht derer, denen Du zürnst, und nicht der
Irrenden. "

( Vergl. Vaterunser )

Vorweg eine Bemerkung an dieser Stelle. Moslems tragen immer Vornamen arabischen oder türkischen Ursprungs bzw. arabisierte Formen aus der Bibel; dagegen Christen, meist griechisch-orthodox oder katholisch, im Orient, tragen immer Namen von Aposteln, oder Heiligen des Abendlandes, oder seltener wie bei Juden und die meisten Protestanten europäisierte Formen aus dem Alttestament oder welcher nordischen bzw. römisch-germanischen Ursprungs. Zum Islam Konvertiten bekommen immer einen arabischen Namen zusätzlich zum Christlichen o.a. ( wobei Araber keinen Nachnamen wie Europäer oder Türken und Perser ( Iraner ) tragen. Der volle Name besteht aus drei Vornamen: den eigenen Vorname, dann den des Vaters und zuletzt den Vorname des Großvaters ).

Die Beschneidung ist aber kein Muss. Letztere ist keine spezifische moslemische Sitte, sie wird seit Urzeiten von Ägyptern und anderen Völkern praktiziert lange bevor Mohammed, Jesus und Moses in erscheinung traten
( s.u. Gestern und Heute»» ).


««zurück zur Anm. 23
«« Abschnitt 22218
oder
«« Abschnitt 22224

Anm. 41:

Heute findet man beim Kräuterhändler auch kleine Kugeln, als Augen bemalt ( blau ), die
mit dem Weihrauch verbrannt werden, um das böse Auge ( bösen Blick ) zu vertreiben
( es handelt sich hier auch um Koriandersamen ) . Für den Weihrauch benutzt man auch
Myrrhe, Balsam, Galbanum, Aloeholz, Rinden u.v.a. Dort findet man z. B. auch große
langen Kerzen, die man für Zeremonien wie Beschneidungen oder Hochzeiten anzündet (76, 65 ).

««zurück zum Abschnitt 22218



««zurück zu Medizingeschichte


Anm. 42:

Die Zeremonie des "Zirks" kann man in den alten Vierteln in der Nähen von Moscheen von
Kairo und Alexandria u.a. sowie in ländlichen Gegenden häufig beobachten.

Je nach Riten sind die Derwische verschiedenartig gekleidet von meist ganz normalen
ägyptischen Gewändern bis zu exotischen, bunten Trachten. Ebenfalls je nach Riten unterscheiden sich die Derwischtänze.

««zurück



( 71 )

Anm. 43:

Der Saqqa ( arab.: Brunnen ) ist ein Mann, der mit einem Wasserbehalter aus
Ziegenhaut überall in den Straßen umging und Passanten u.a., gegen eine Gebühr,
mit Wasser versorgte. Heute ist er selten zu sehen.


( 24A )

«« Abschnitt 22221 ( der Derwisch )

«« Abschnitt 42221 ( Wasserhygiene )

««zurück Anm. 51 ( das Leben im  Dorf )

Anm. 44:

Dieses Verhältnis ist bei jeder Epidemie zu beobachten. Weshalb 20 bis 30 % der Bevölkerung
sich nicht infizieren und warum maximal 50 % der erkrankten sterben gibt es dafür bis heute, außer Vermutungen, noch keine wissenschaftlicher Erklärung ( s. Epidemiologie ).

««zurück


Anm. 45: ( Quellentext ): ««zurück ( Medizingeschichte )

Karl Ludwig Sigmund schreibt 1852 in der Wiener medizinischen Wochenschrift folgendes
( die Orthographie und der " political correctness " wurden der heutigen Schreibweise angeglichen ) :

" Der Zustand des Sanitätswesens im Orient überhaupt ist für Österreich von der höchsten
Wichtigkeit, des sowohl zu Lande als auch zu Wasser den ausgelasteten, zahlreichsten
und nächsten Verkehr mit demselben unterhält. Seit aber seine Lloyddampfboote einen
regelmäßigen Dienst zwischen Triest und Alexandrien unmittelbar machen* ) und seit diese
Fahrten zwischen Ägypten und dem europäischen Kontinent sich verdoppelt haben, gewinnt
der Zustand des Sanitätswesens in Ägypten, welches als das ärgste Pestland erschienen
ist, für Österreich das höchste Interesse. Ich habe deshalb vor drei Jahren an einem ander-
en Orte** ) das Sanitätswesen des so höchst merkwürdigen Landes genau nach amtlichen
Daten weitläufig geschildert; meine Angaben beruhten dem Wesen nach auf eigener Unter-
suchung an Ort und Stelle; seither haben einige Veränderungen stattgefunden, von denen
mich Hr. Henricy, der vielfach verdiente und unermüdlich tätige Vizepräsident der Sanitäts-
intendanz in Ägypten, neuerlich unterrichtet hat, und wovon ich öffentliche Mitteilung zu
machen um so mehr veranlasst bin, als in Europa pestsüchtige Federn und rührige Zungen
noch immer nicht ermüden, über Ägypten unrichtige Angaben zu verbreiten. Dem jüngsten abgehaltenen Sanitätskongress in Paris sind amtliche, d.h. zugleich durch die europäischen
Konsulate in Alexandrien beglaubigte, Urkunden vorgelegt worden, welche außer allen
Zweifel stellen, dass die in Alexandrien erteilten Gesundheitspässe und Gesundheitspatente
gerade so glaubwürdig erscheinen, als die in den anderen europäischen Häfen ausgestellten.
Ich habe diese Überzeugung schon im Jahre 1849 ausgesprochen, und zwar um so bestimm-
ter, als die Kenntnisnahme von den Einzelheiten des ägyptischen Sanitätsdienstes mich be-
lehren musste, dass die ärztliche Behörde in Alexandrien von dem Ausbruch irgendeiner Seuche
schneller Kunde gewinnt, als manche europäische, welcher ein so genau gegliederter Sani-
tätsdienst teils mangelt, teils aber die Nachrichten unmöglich so schnell und zuverlässig zu-
gehen können, wie in Ägypten, wo die Schnelligkeit und Leichtigkeit des Verkehrs schon
durch die Beschaffenheit des Bodens überaus gefördert wird und dass die ägyptische Behörde
in der Ausstellung ihrer Urkunden wenigstens mit nicht geringerer Genauigkeit verfahre als
irgendeine europäische.

*) Die Boote gehen bekanntlich aus Triest viermal monatlich nach Ägypten; zweimal un-
mittelbar ( in 110 bis 120 Stunden) und einmal mittelbar durch die Verbindung der levantin-
ischen Boote mit jenen von Syra und Alexandrien.

**) Die Quarantänereform und die Pestfrage. 1850, S. 66-68

Seit dem 8. Dezember 1844 ist kein Fall, auch nicht ein isolierter, von Pest in Ägypten vor-
gekommen. Es ist für diese Darstellung gleichgültig, ob diese Tatsache dem daselbst neuge-
gründeten Sanitätsdienst zugeschrieben wird; die zuverlässige Kenntnis dieser Tatsache aber
wurde gewiss nur durch denselben erlangt.

Der Sanitätsdienst hat einen doppelten Zweck, einerseits die Einführung der Pest und anderer
als ansteckend bezeichneten Seuchen - der Cholera z.B. - an den Landesgrenzen zu verhüten
- also das Quarantänewesen - und andererseits die öffentliche Gesundheitspflege im Lande
selbst zu besorgen, insbesondere den Gesundheitszustand der Bevölkerung auf allen Punkten
des Landes zu überwachen und demnach in Beziehung auf ansteckende Seuchen, hautp-
sächlich auf die Pest, genaue Berichte täglich zur Kenntnis der Regierung zu bringen - also
das eigentliche Physikatswesen.

Die Leitung des gesamten Sanitätsdienstes ist der " Intendance Sanitaire " anvertraut, einer
Behörde, welche in Alexandrien ihren beständigen Sitz hat, mit dem Vizekönig unmittelbar
verkehrt und seit ihrer Gründung keine Veränderung in ihrer wesentlichen Zusammensetzung
erlitten hat. Sie besteht aus: 1 Präsidenten, 1 Vizepräsidenten, 1 Protomediker, 1 ersten
Lazarettarzt, 1 obersten Marinearzt, 1 ersten Marinearzt, 1 Rechtsgelehrten, 1 Oberst, 1
Sanitätsarzt Frankreichs, den Delegierten der Generalkonsulate Österreichs, Englands,
Frankreichs, Russlands, Griechenlands und Sardiniens. Die regelmäßigen Sitzungen der
Intendanz finden wöchentlich einmal statt; die Geschäfte werden kollegialisch beraten und
alle Beisitzenden haben Stimmen* ); Die Entscheidung der wichtigsten Gegenstände erfolgt
durch Vorlage an den Vizekönig selbst. Die Kontrolle des Sanitätsdienstes im ganzen Lande
besorgen jetzt** ) zwei von der Intendanz aus ihrer Mitte von Zeit zu Zeit - alljährlich - ausge-
sendete Mitglieder.

*) Dass die europäischen Konsulatsmitglieder mit den inländischen gleichgestellt wurden,
geschah auch seit dem Jahre 1849.

**) Vor drei Jahren geschah dies durch zwei Oberste, welche aber nun beseitigt und durch
Sachverständige ersetzt worden sind.

Das Quarantänewesen haben wir an einem anderen Ort ausführlich und nach jenen amtlichen
Quellen, deren Genauigkeit wir in Ägypten selbst prüften, geschildert. Wenden wir uns zu
dem zweiten Teil, dem Physikatswesen, welches wir zwar dort ebenfalls ganz speziell ge-
zeichnet haben, dessen heutige Zusammensetzung etwas von der im Jahr 1849 bestandenen
abweicht und geben zuvorderst die Übersicht des amtlich angestellten ärztlichen Personals.

Die Regierung unterhält Physikate auf folgenden Standorten:

A. In den Städten :
Alexandria
Rosette
Damiette
Suez
El-A-rysch
Kairo

europäische
2
1
1
1
-
7

einheim. Ärzte
3
-
1
1
1
18

B. In Unterägypten :
Provinz Behera
" Garbie
" Menufie
" Dakahlie
" Scharkie
" Galiubie
" Ghize


2
2
2
2
2
1
1


13
18
10
16
10
6
5

C. In Mittelägypten :
Provinz Beni-Suef
u. Minie


1


11

D. In Oberägypten :
Provinz Assiut u.
Girge
Kene und
Esne


1

1


9

7

Gesamtsumme der angestellten europäischen Ärzte 27 der einheimischen 129.


Die einzelnen Städte Alexandrien, Rosette, Damiette, Suez und El-A-rysch erhalten ihre eige-
en Ärzte wegen ihrer Lage und ihrer Bedeutung für den Verkehr; Kairo aber, die gewöhnliche
Residenz der Regierung und die größte Stadt des Landes ist in zehn Sanitätsdistrikte ein-
geteilt, deren jeder ein Büro mit einem Arzt und einein Adjunkten desselben besitzt; alle diese
Büros stehen unter dem Zentralbüro der Stadt, für welches die Intendance Sanitaire einen Arzt
aus Alexandrien delegiert hat. In den Provinzen steht ein europäischer Arzt an der Spitze des Sanitätsdienstes, und ihm zur Seite ein Adjunkt, welcher Arzt ist und der den Dienst in den ein-
zelnen Distrikten der Provinz leitet, deren Zahl nach der Beschaffenheit und Wichtigkeit dersel-
ben bemessen worden ist.

Auf solche Weise ist ein Netz von ärztlichen Amtspersonen ausgebreitet von der Küste des mittelländischen bis zu jener des Roten Meeres, von dem tiefsten Punkte Hinterägyptens bis
jenseits der zweiten Nilkatarakte ( Wadi Halfa ), ja selbst in der großen Oase von Theben,
mitten in der Wüste.

In allen Städten der Meeresküste, in Kairo und in den Hauptorten der Provinzen, wird die Toten-
beschau, und zwar jene der männlichen durch den europäischen Amtsarzt, die der weiblichen
durch die in der Hebammenschule zu Kairo gebildete Amtshebamme vollzogen und hierüber ein
genauer Register geführt. Nur aufgrund einer solchen Beschau wird von den Behörden die Erlaub-
nis zum Begräbnis der Verstorbenen erteilt. In den übrigen Städten und Ortschaften der Provinzen besichtigen entweder die daselbst angestellten Ärzte, oder, wo diese fehlen, die eigens dafür auf-
gestellten Barbiere und Hebammen die Totenbeschau; der Distriktsarzt bereist monatlich mind-
estens einmal regelmäßig alle Ortschaften seines Distrikts, prüft den von den Barbieren geführten Register und nimmt dessen Inhalt in sein Diensttagebuch auf; dieser Register gelangt sodann an
den Amtsarzt der Provinz, welchem der Distriktsarzt überhaupt von 10 zu 10 Tagen einen Bericht erstattet.

Die Totenbeschau ist eine der wichtigsten Verrichtungen der angestellten Ärzte; doch sind die
Ärzte der Sanitätsbüros in Kairo, die Amtsärzte in den Uferstädten und den Hauptstädten der Provinzen gleichwie die Distriktsärzte, noch verpflichtet, die Armen teils in den Wohnungen,
teils als Ambulanten unentgeltlich zu behandeln, so wie die bestehenden Zivilspitäler zu besor-
gen. Die Vaccination bildet ebenfalls einen Teil des Berufs der angestellten Ärzte, und es wird derselben namentlich in der neuesten Zeit die engste Aufmerksamkeit geschenkt, nachdem die Vorurteile dagegen von Seiten der Bevölkerung ganz geschwunden sind.

Die Intendance Sanitaire empfängt über den Gesundheitszustand und die Totenzahl der Bevölker-
ung täglich Berichte aus Alexandrien und Kairo, und alle sieben Tage aus den Uferstädten und Hauptorten der Provinzen; endlich am Schlüsse jeden Monats einen Bericht über die Sterblich-
keit, über die Zahl und die Art der Erkrankungen in den Wohnungen und Spitälern, über die Impf-
ung sowie auch über die Geburten.Die statist- ischen Angaben sind von Bemerkungen des Amts-
arztes begleitet, welche hauptsächlich die im abgelaufenen Monat herrschend gewesenen Krank-
heiten ins Auge fassen.

Aus den sämtlichen Militärspitälern und den großen Zivilspitälern Alexandriens und Kairos ge-
langen die Berichte regelmäßig auch an die Intendance Sanitaire; überdies aber sind alle
Beamten, insbesondere aber die Militärbehörden und alle Ärzte Ägyptens verpflichtet, der
Intendance selbst oder den Amtsärzten oder Angestellten über etwa vorkommende verdächtige Erkrankungen oder Todesfälle unverzüglich Bericht zu erstatten. In Alexandrien selbst nehmen
an dieser Aufsicht auch die barmherzigen Schwestern teil, die in ihrer Anstalt an 250 armen
Kranken täglich die vom europäischen Arzt verordneten Heilmittel verabreichen. Der Sanitäts-
dienst wird überwacht durch Inspektoren, welche aus den Mitgliedern der Intendance, Ärzten
oder anderen höheren Beamten gewählt, von Zeit zu Zeit das ganze Land bereisen, Miss-
bräuche teils sofort abstellen, teils der Intendance anzeigen, und zugleich Strafen und Belohn-
ungen verfügen oder veranlassen u. s. f.

Die Bewohner Ägyptens haben sich den neuen Einrichtungen, welche ihnen in mancher Hin-
sicht ungewohnt, ja drückend erscheinen mussten, weit williger gefügt als alle anderen Völker
des Ostens. Die Totenbeschau wird tatsächlich genau vollzogen; nicht so genau noch die Auf-
zeichnungen der Neugeborenen; die Vorurteile, welche derselben entgegenstehen, werden aber
in Kürze beseitigt werden durch die Energie der Behörden, welche eine sehr eindringliche Be-
strafung der Versäumenden einführt. Im Jahr 1850 betrug z.B. in Niederägypten die Zahl der angegebenen Geburten 57.840, jene der Sterbefälle aber 61.257; im Jahr 1851 jene der Geburt-
en 59.344, und der Sterbefälle 68.114; diese unverhältnismäßigen Zahlen beweisen, dass noch
immer Geburten verheimlicht werden. - Die Zahl der im Jahr 1851 auf öffentliche Kosten teils in Spitälern, teils in den Häusern und als Ambulanzen behandelten Kranken betrug in ganz Ägyp-
ten 43.342, wovon 2388 auf Oberägypten entfallen.

Die Impfung mit Kuhpocken hat Ägypten bereits die erfolgreichsten Früchte ge- getragen, denn
die mörderischen Blatternepidemien sind seither verschwunden. Im Jahr 1851 wurden von den Amtsärzten 79.108 Kinder geimpft, wovon 17.471 auf Oberägypten gehören.

Die Hygiene hat verhältnismäßig am wenigsten gewonnen in den letzten Jahren, in welchen die
Strafen gegen Übertreter derselben aufgehoben worden sind. Bekanntlich wollen bisher auch die sogenannten aufgeklärten Bewohner Europas selbstwillig und aus Überzeugung blutwenig für
das gemeinschaftliche und öffentliche Gesundheitswohl tun, und es müssten daher wie in der
ganzen Welt, so auch in Ägypten die Einwohner in Angelegenheit der medizinischen Polizei
durch streng gehandhabte Gesetze gezwungen werden, zu unterlassen, was dem Gemein-
wohle schadet und zu tun, was ihm nützt. Doch bereitet einen unberechenbar günstigen Ein-
fluss auf das Wohlbefinden aller Bewohner die neuerlich verfügte Aufhebung des Handels-und Anbaumonopols, womit eine Verminderung der Steuern verbunden ist; diese Massregel wird,
bei ungestörter bürgerlicher Ruhe, in wenigen Jahren den Bewohnern Ägyptens auch in der öffent-
lichen Gesundheitspflege einen großen Teil jener Segnungen gewähren, welche immer
und überall nur durch den Wohlstand freier und gebildeter arbeitender Klassen begründet und
erhalten werden können.

Der Sanitätsdienst Ägyptens war bis zum Jahre 1849 eine in Europa wenig bekannte und gar
nicht beachtete Sache; der Handel und die Politik gab dem Europäer mit anderen Dingen die-
ses reichen, wichtigen und vielfach merkwürdigen Landes zu tun. Die ernstlich angeregte Frage
der Quarantänereform hat auf die Schöpfung Mohammed Alis, welche sein Nachfolger Abbas
Pascha unverändert fortbestehen ließ, während so manche andere der Berechnung des Nach-
folgers weichen musste, erst die Aufmerksamkeit dahingerichtet, und wir könnten nur wünschen,
dass man sich die Mühe nehme, den ägyptischen Sanitätsdienst nach seinem Bestehen oder
nach seinen Leistungen genau zu würdigen. Damit werden die zahlreichen unrichtigen und bös-
willigen Gerüchte zerfallen, welche man auch über diese Angelegenheit Ägyptens in Europa zu
Markte getragen hat, in der Regel deshalb, um das Quarantänewesen Europas möglichst lange
und unverändert zu erhalten und dem ägyptischen die gebührende Anerkennung zu versagen.
Ich werde in einer neuen Ausgabe meiner Schrift über die Quarantänereform auf dieses Beginn-
en, welches zunächst für Österreich nicht nur in politischer, sondern auch in kommerzieller und sozialer Beziehung von ungeheurem Nachteil ist, noch umständlicher zurückkommen und
schließe hier nur mit dem Ausspruch, dass keine Sanitätsbehörde in Europa heutzutage irgend-
einen vollgültigen Grund hat, den in Alexandrien ausgestellten Sanitätsurkunden die Glaub-
würdigkeit zu versagen, welche sich die europäischen Behörden gegenseitig zugestehen;
tun europäische Behörden gegenüber der ägyptischen es nun dennoch, so begehen sie eben
ein Unrecht." ( Vgl. dazu 111 und 81 )
(
zurück Anm. 50 )
««zurück ( Medizingeschichte )


Anm. 46:

Über Bilharz Tod wird berichtet: Als er mit Freunden zur Jagd ging, erkrankte er plötzlich an
Typhus und starb kurz danach.

««zurück

Anm. 47:

Louis Pasteur ( 1822- 1895 )
Chemiker und Mikrobiologe



Endeckte u.a :
- die optische Isomerie von Weinsäure
- dass Krankheiten durch Mikroorganismen enstehen können
- dass Kinder, die ungekochte Milch tranken
erkrankten meist an Tuberkulose
- dass Erhitzen zur Abtötung von Mikroorganismen führt ( Pasteurisieren )
- erkannte dass auch Tierkrankheiten, Sepsis und eitrigen Erkrankungen
als Ursache von Mikroorganismen sind
- 1881 entwickelte Pasteur Impfstoffe gegen Geflügelcholera, Schweinerotlauf und Milzbrand
- 1885 den Tollwutimpfstoff ( 75A )


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Anm. 48:

Robert Koch ( 1843-1910 )
Arzt und Bakteriologe



Endeckte u.a.:
- 1876 Milzbrandsporen und somit Klärung der
Ursache von Milzbrand
- dass ein bestimmtes Mikroorganismus ( als Krankheitserreger ) einer
spezifischen Krankheit zuzuordnen ist
- 1882 das Tuberkelbakterium
- 1883 isolierte und identifizierte den Choleraerreger
- 1905 Nobelpreis für Medizin und Physiologie ( 75A )

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(Quellentext)
Anbei der Bericht Robert Kochs über seine Tätigkeit in Ägypten. Robert Koch schreibt:

"...Wie Alexandrien, so besitzt auch Kairo ein Netz von unterirdischen Kanälen, doch kann
hier ebenso wenig wie dort von einer wirksamen und geregelten Kanalisation die Rede sein.
Denn selbst in den besseren Quartieren haben die meisten Häuser ihre Senkgruben, aus
welchen der Inhalt ohne weiteres in den trockenen Sand des Untergrundes versickert, so
dass sie niemals geleert zu werden brauchen. Beispielsweise war in dem von der Kommission bewohnten "Hotel du Nil" inmitten des rings von Gebäuden umgebenen Gartens ein tiefer, mit
Steinen ausgefüllter Schacht vorhanden, in welchen durch ein Überlaufrohr von der Senkgrube
her die Exkremente eingeleitet wurden. Dieser Schacht war, soweit man sich erinnerte, niemals entleert oder gereinigt worden. Die Anlage der unterirdischen Kanäle ist ferner eine derartige,
dass es vielfach an dem nötigen Gefälle mangelt, und der Inhalt daher in ihnen stagniert. Sie
entleeren sich zum Teil in den Nil, und zwar oberhalb der Nilbrücke und des Abgangs des Ismailia-Kanals, zum Teil auch in den letzteren, zum Teil endlich in den die Stadt durchfließ-
enden " Khalig ". Unter solchen Umständen kann es nicht überraschen, wenn zumal von dem
" Khalig " aus zur Zeit des Tiefstands des Nils weithin die Luft der Umgebung verpestet wird.
Um diesem Übelstand abzuhelfen, hat man vor Ausbruch der Epidemie nicht nur ca. 200 Kubik-
meter gebrannte Kalks in den " Khalig " hineingeschüttet, man hat auch weitere Verunreinig-
ungen dadurch zu verhüten gesucht, dass man die Zuflüsse einfach durch Vermauern der
Öffnung absperrte... Diese Maßregel dürfte am besten geeignet sein, den Wert der Kanali-
sation von Kairo in das richtige Licht zu setzen..."

Ferner Robert Koch im Bericht über seine Tätigkeit 1883 in Ägypten ( 56 ) folgendes:

"... Was die Beseitigung der Abfallstoffe und insbesondere diejenige der Fäkalien betrifft,
so herrschen in Alexandrien noch heute sehr ungünstige Verhältnisse, obgleich die Stadt eine Kanalisation besitzt. Zunächst sind, zumal in dem nördlichen, zwischen dem alten und dem
neuen Hafen gelegenen Teile der Stadt, Überreste eines alten Kanalsystems vorhanden, wel-
ches indes zur Zeit der Epidemie sich in einem sehr vernachlässigten Zustand befand. Die Aus-
dehnung dieser etwa 200 Jahre alten Kanäle soll nach einer Mitteilung des städtischen Ing-
enieurs, Herrn Dietrich, im Jahre 1865 gegen 11.000 Meter laufender Länge für die Stadt und
gegen 1.500 Meter Länge für die Vorstadt " Minet el Bassal " betragen haben. Seitdem hat man
indes einen großen Teil von ihnen beseitigt bzw. umgebaut, so dass gegenwärtig angeblich nur
noch etwa 3.500 Meter existieren. Infolge der geringen Erhebung der Stadt über die Meeresober-
fläche stagnieren die Abwässer in den Kanälen, filtrieren durch das hochgradig defekte Mauer-
werk und verbreiten sich nach allen Seiten in den sandigen Boden. Gegen das Verbot gelangen vielfach auch Fäkalien hinein, so dass der Untergrund stets mit einer in lebhafter Zersetzung begriffenen Flüssigkeit überschwemmt wird. Bis zu welchem Grad das der Fall ist, erhellt folg-
ende Mitteilung des erwähnten " Comite exécutif " deraußerordentlichen Hygiene-Kommission:

" En certains endroits, la pression des couches inferieures de ce liquide est si forte qu'il suffit de creuser un trou à la surface du sol pour obtenir imediatement un jet d' eau putride et d' une odeur nauseabonde. "

Neben den alten Kanälen existiert ein neueres Kanalnetz, dessen Bau im Jahre 1868 für die
Stadt und im Jahre 1870 für die Vorstadt " Minet el Bassal " begonnen wurde, und welches sich hauptsächlich über die am neuen Hafen gelegenen, zum großen Teil von Europäern bewohnten Straßen ausbreitet. Die Gesamtlänge dieser Kanäle betrug im Jahre 1883 etwa 23.500 Meter
für die Stadt und 6.500 Meter für die Vorstadt " Minet el Bassal ". Auch sie leiden unter dem Um-
stand, dass nur geringes Gefälle vorhanden ist, und dass man an manchen Stellen der Stadt
schon bei einer Tiefe von einem Meter im Boden auf infiltriertes Meerwasser stößt. Dazu sind
sie fehlerhaft und bruchstückweise angelegt und keineswegs undurchlässig, wie aus nachsteh-
enden Äußerungen der " Commission d' assainissement de la ville d' Alexandrie " vom Jahre 1885 hervorgeht.*)

"Ils ont été construits par petits tronçons détachés qu'on a successivement reliés entreux
au fur et à mesure que l' on pavait les rues; mais le système général se ressent de cette
manière de procéder, de l' absence d' une direction unique, d' une étude d' ensemble raisonnée
dans les projets et les plans "
.... " On doit admèttre toutefois que d' une façon général,l' ensemle du réseau n' est pas imperméable, qu'il se produit par suite des infiltrations constantes qui imbibent le sous-sol de la ville et y produisent des émanations putrides de la nature la plus dangereuse."

Auch diese neueren Kanäle waren und sind zwar nicht dazu bestimmt, die Fäkalien aufzuneh-
men; es ist jedoch eine allgemein bekannte Tatsache, dass hiergegen sehr vielfach verstoßen
wird. Der Inhalt der Kanäle ergießt sich, soweit er nicht in einzelnen Abschnitten stagniert, durch vier Auslässe ins Meer, und zwar in den neuen Hafen hinein. Früher fand die Entleerung auch durch einige Auslässe in den alten Hafen statt; dieselben sind indes gelegentlich des Baus der neuen Quais vermauert, ohne dass man für anderweitigen Abfluss Sorge getragen
hat.*)

*) Rapport de la Commission d' assainissement de la ville d 'Alexandrie. Alexandrie 1885.

Unter den geschilderten Verhältnissen kann von einer irgendwie wirksamen Kanalisation
der Stadt überhaupt nicht die Rede sein. Wie die Subkommission für die Erhaltung und
Pflasterung der Straßen noch in ihrem im Jahre 1884 erstatteten Bericht hervorhebt,
bilden vielmehr die Kanäle in den tiefer gelegenen stadtteilen nur eine einzige ungeheure
Kloake.

Noch ungünstiger als mit der Beseitigung der Abwässer steht es mit derjenigen der Fäk-
alien; denn dieselben werden, soweit sie nicht gegen die Vorschrift in die Kanäle gelangen,
von Senkgruben aufgenommen, aus welchen der Inhalt einfach in den Boden versickert. Die
" Commission d' assainissement " vom Jahre 1885 spricht hierüber folgendermaßen aus:

" Dans les visites que la commission a faites dans differents quartiers pour assister aux
vidanges des fosses, elle améme constaté que dans certains maisons, on écoulait toutes les dejections des lieux d' aisances dans un simple trou creusé dans la terre sans aucunes parois maçonnées. Les matières que les vidangeurs enlevaient a la main étaient très compactes et
pateuses, car tous les liquides s' on étaient échappés et s'étaient répandus dans le sol, d' ou ils remontaient nécessairement à la surface pour y produire des exhalaisons qui empestaient le voisinage. Il existe un nombre de fosses à maçonnés qui, grace à leurs fissures, - n' ont pas eu
besoin d'être vidées depuis des années; que la commission en a visitées dont la dernière vidange remontait à plus de quatre ans. . . "
( Das Buch handelt von Ägypten und Indien, 56 ).

*) Rapport adressé à la Commission mixte du Commerce et Municipale Provisoire d'Alexandrie par la Sous-Commission ad hoc pour l' entretien et dallage des rues. Alexandrie 1884.


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oder «« Abschnitt 341231


Anm.49:

Beim
Fürst von Bismarck

472. Gespräch mit dem Generalkonsul Michahelles am 22. Oktober 1889 in Friedrichsruh.

Michahelles war britischer Generalkonsul in Sansibar. Er befand sich im Sommer 1889 auf Urlaub in Deutschland, als eine Gesandschaft des Sultans von Sansibar eintraf, um den Kaiser Glückwünsche zur Thronbesteigung zu überbringen. Michahelles wurde beauftragt, die Gesandschaft zu führen. Am Ende ihrer Reise durch Deutschland besuchte sie den
Fürsten Bismarck in Friedrichsruh. - Nach den Erinnerungen von Michahelles.3


"Die Gesandschaft bestand aus dem obersten Kadi von Sansibar, Mohammed ben Soliman,
einem würdevollen, schönen alten Herrn mit langem weißem Bart, dem Vetter des Sultans
Seyyid Seud ben Hamed, ebenfalls einem Mann in höherem Lebensalter, und einem jungen
Sekretär und Dolmetscher, der leidlich Englisch sprach, während seine Gefährten nur
Arabisch verstanden. Als Übersetzer diente der erste Dragoman aus Sansibar,
Herr Michalla.
Die beiden alten Araber in ihrer malerischen Tracht und ihrem vornehmen Auftreten erregten
überall Aufsehen und machten einen vorzüglichen Eindruck, insbesondere der Kadi,
der für die Gesandschaft das Wort zu führen pflegte.

Am Dienstag dem 22. Oktober 1889 fuhren wir mittags von Hamburg nach Friedrichsruh
hinaus, an einem sonnigen, frischen Herbsttage, und wurden draußen von Herrn Geheimrat
von Brauer, der damals beim Reichskanzler Dienst tat, am Bahnhof in Empfang genommen
und in das Schloss geleitet. Dort emfingen uns der Fürst, der militärischen Uniform trug und
den Orden des Sultans von Sansibar angelegt hatte, und die Frau Fürstin, und nachdem der
Hausherr einige freundliche Worte an jeden seiner Gäste gerichtet hatte, geleitete er uns in
den Speisesaal, wo Platz genommen wurde und ein Frühstück bereit stand. In einer längeren
Rede, die in Absätzen von dem
Dragoman in das Arabische übertragen wurde, setzte der
Fürst den Gesandten auseinander, dass die deutsche Reichsregierung mit der Regierung des
Sultans Freundschaft halten wolle und für sie die besten Absichten hege. Dafür müsse der
Sultan auch seinerseits einsehen, dass sein Heil in einem engen und ehrlichen Anschluss an
Deutschland liege; wolle der Sultan seine aufrichtige und zuverlässige Mitwirkung an unseren
kolonisatorischen Unternehmungen in Ostafrika eintreten lassen, so dürfe er versichert sein,
dass wir nicht undankbar sein wurden. Nur möge er nicht glauben, England gegen uns aufspiel-
en zu können und nicht auf etwaige Feindschaft beider Großmächte spekulieren; beide seien
für ihre mannigfaltigen Beziehungen in Europa auf ein gutes Einvernehmen angewiesen, und
für keine von beiden besitze Sansibar einen so großen Wert, um sich darüber zu entzweien;
er müsse daher vom Sultan offene und ehrliche Freundschaft mit dem Deutschen Reich
verlangen..." ( 11A )

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Anm. 50:

Nach der Ratifizierung des Helgoland-Sansibar Vertrages am 1. Juli 1890 war mein Großvater Generalconsul des Deutschen Reichs, zunächst in Sansibar dann in Alexandria. Gleichzeitig
war er Generaldirektor des Zolls unter dem " Conseil Sanitaire, Maritime et Quarantenaire "
in Alexandria ( s.
Abschnitt 33 ) bis zu seinem Tod 1908.




«« Abschnitt 33

«« Abschnitt 3411 oder ««zurück zur Bildergalerie

After the ratification of the Helgoland-Zanzibar Treaty from July 1rst 1890 my grandfather became consul general of the Reich ( German Empire ) first in Zanzibar then in Alexandria ( Egypt ). At the same time he was managing director of the customs under the � Conseil Sanitaire, Maritime et Quarantenaire � in Alexandria until his death 1908.( s. Chapter 33 )

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Anm. 51:

Das Leben im ägyptischen Dorf (Text)Suche auch Scheißefresser gerne!

( s.auch «« Anm.36 )
«« ( s.Bilder dazu )

««zurück zum Abschnitt 5 ( Schlussbemerkung )

Allgemeines

Auf dem Lande haben sich die Geräte seit Jahrtausenden nicht verändert, wie z.B. der Pflug, die Sakkieh oder die Boote. Nicht nur die Geräte und die Bauart der Häuser, ebenso nicht nur die Gebräuche gibt es (
s. Gestern und Heute ), wie vor Jahrtausenden, sondern auch die Physiognomie der Menschen hat sich nicht verändert. Bei genauerer Betrachtung der Ägypter weisen die Fellachen folgende Merkmale auf: sie sind hell- bis dunkelbraun und haben die Besonderheit, dass ihre Augen mandelförmig sind ( die Augenfarbe ist ebenfalls hell- bis dunkelbraun), sie haben eine gerade, meist große Nase und eine zurückgezogene Stirn mit etwas gewölbten Stirnknochen und glatte bis krause Haare (in Küstenstädten, Kairo und Nubien überwiegen krause Haare s. Bilder ( Kleidung). Die Mehrheit der Männer und Frauen ist mittelgroß bis groß ( manchmal bis zu 2 Meter) und sie gehen stolz und aufrecht. Sie gehen in einem typischen schwingenden Rhythmus, offensichtlich, damit beim Gehen die Galabeia (Gewand) zwischen den Knien nicht hängen bleibt.

Sprache und Stimme

Die Ägypter sprechen einen arabischen Dialekt, was sich vom klassischen Arabisch sehr unterscheidet. So wie manche deutsche Dialekte vom Hochdeutsch unterscheiden. Der Dialekt wird überall im Lande bis zur 1500 km entfernten südlichen Grenze gesprochen und variiert recht wenig, dass er dort überall verstanden wird (im Gegensatz zu einigen europäischen Dialekten). Die Nubier sprechen zusätzlich eine andere Sprache, die der äthiopischen Sprache näher steht (Hamitisch). Die klimatischen Bedingungen, anatomische Merkmale und viel Rauchen führen dazu, dass viele nasal und auffallend heiser sprechen und viel husten (bereits von den Franzosen zu Zeit der Expedition bemerkt) und fällt jedem Beobachter dort auf.

Kleidung, Arbeit und Freizeit

Die Galabeia (Gewand) und der Turban stammen aus der arabischen Zeit, sind heute aber ganz typisch für Ägypten. Einen großen Schal benutzt man gegen Sandstürme, oder in kühlen Nächten. Die typische Galabeia wird nur von Männern getragen. Frauen tragen ein einfaches Kleid darüber ein schwarzes Oberkleid das über den Kopf gestülpt wird, das aber nicht wie bei den Männer bis zu den Füßen reicht, damit sie beim Tragen schwerer Kopflasten nicht behindert werden. Wobei, wenn Männer auch Lasten tragen, binden sie den unteren Teil der Galabeia hoch. Die locker sitzende Kleidung ist für das dortige Klima ideal, in den Großstädten aber heute unpraktisch. Die Frauen tragen seit der fünfzigen Jahren keinen Schleier mehr. In den Städten sieht man viele Frauen und Männer europäisch gekleidet
s. Bilder ( Kleidung ).

Die meisten der Dorfbewohner sind Fellachen und Arbeiten auf den Felder, dann kommen Berufe wie Geistlicher, Hebamme, Kräuterhändler, Metzger, Steinmetz. Bauarbeiter, Frisör, Schneider, Schmied, Sanitäter, Kutscher, Bootsmann, Fischer, Koch, Kellner, Kameltreiber, Wächter u.a.

In der Freizeit sitzt man vor dem Fernsehen zu Hause oder im Wirtshaus oder spielt man Backgammon, Domino, Dame oder Schach dabei trinkt man meist Tee (häufig mit Milch) oder Kaffee. Es gibt auch die Möglichkeit auch im Café nichts zu tun, die Wasserpfeife zu rauchen und für die, die das können, die Zeitung oder ein Buch zu lesen oder etwas zu schreiben.

Das Dorfhaus

Die Städte sind nach westlichem Muster geplant und, gebaut. Während dort krasse Missverhältnisse zwischen übertriebenem Luxus und ärmlichen Zuständen bestehen, herrscht in den Dörfern meist ein ziemlich ausgeglichenes Bild.
s. Bilder (Dorf). Die Häuser in einem Dorf sind anders gebaut. Die dazu verwendete Backsteine werden aus Nilschlamm und kurzgeschnittene Stroh hergestellt. Für das Dach werden Palmenblätter und Stroh benutzt und anderen Material. Sehr armen Dorfbewohner leben in einer einfachen Lehmhütte.

Das Innere eines Hauses besteht im allgemeinen aus einem einfachen großen Raum mit einem Vor- oder Hinterhof umgeben von hohen Mauern. In diesem Raum essen, trinken und schlafen die Bewohner auf einem großen Strohteppich und Baumwollkissen. Gekocht wird im Hof, im Zimmer oder Nebenzimmer, in der Küche oder im Waschraum. In fast jedes Dorfhauses gibt es unmittelbar an der Eingang einen großen Raum mit Innenhof in dem das Vieh gehalten wird, z.B. Esel, Ochsen, Kamel, Hühner und Enten. Außerdem im Hof manchmal noch eine Kuh und einige Wochen vor Ramadan ein Schaf. Darüber hinaus findet man stets Katzen und mindestens einen Wachhund und meistens auch Tauben in spezielle Verschläge. Die Häuser stehen dicht aneinander Rückwand gegen Rückwand, so dass zwischen den Reihen enge Gassen entstehen. Jedes Haus hat nur eine große Tür. Nur ganz wenige besitzen zusätzlich eine Hintertür. Die wenigen Fenster sind häufig mit Gittern versehen
(s. Anm. 36). Bei den zweistöckigen Häusern führt eine kleine Treppe nach oben zu einer kleine Terrasse auf der kleinere Tiere gehalten werden (auch Ziegen und Schafe). Der Boden ist mit Stroh bedeckt, um deren Ausscheidungen aufzufangen, so dass die Terrasse ab und zu gesäubert werden kann. Hinter der Terrasse gibt eventuell noch zwei oder drei weitere Zimmer.

Finanziell besser Situierte, wie z. B, Bürgermeister, Fremdenführer, Kameltreiber, benutzen zum Bau ihrer Häuser rote Ziegelsteine, die mit Zement befestigt werden. Diese Bauart findet man auch bei allen Häuser eines Dorfes, das in der Nähe einer Stadt liegt. Die Wände dieser Häuser sind mit Gips bedeckt und anschließend mit Kalkfarbe angestrichen, meist in weiß, beige, hellgelb oder hellgrün (Pastellfarben. Diese Wände eignen sich sowohl im Sommer als auch im Winter als Isolierschicht,

Tapeten werden in Ägypten so gut wie gar nicht verwendet, besonders in den Dörfern nicht. Vor der Errichtung des Mauerwerks wird bei Wohlhabende ein aus Beton und Eisen bestehendes Gerüst aufgebaut, was gegen Erderschütterungen hilft. In einer vielköpfigen Familie leben die Eltern unten, den Raum gegenüber, in dem das Vieh gehalten wird. Daneben liegt die Toilette mit Sickergrube. Die Küche bzw. der Waschraum liegt auf der anderen Seite. Im allgemeinen hat in einer Familie der Vater als Familienältester das sagen. So bestimmt er z.b., dass die kleinen Kinder bei den Eltern, die älteren Kinder und Verheiratete oben, bei reicheren Familien in einem gesonderten Schlafzimmer, schlafen. Das Schlafzimmer ist mit einem großen Schrank und einem Bett, dessen Füße oft auf Holzklötze gestellt sind, eingerichtet. Häufig gibt es auch ein Wohnzimmer, das nach Nord- und Mitteleuropäischen Geschmack eingerichtet ist und ein wenig kitschig wirkt. Diese Einrichtung variiert je nach Wirtschaftslage und besteht in der Regel aus einem Sofa, zwei Sesseln, einem kleinen Tisch, einem Teppich und Bildern an der Wand.

Essen und Trinken

Normalerweise essen die Bewohner unten, jedoch, wenn Gäste kommen, wird oben ein Vorraum zwischen Schlaf- und Wohnzimmer als Esszimmer benutzt. Gegessen wird am Boden im Schneidersitz an einem niedrigen, runden Tische. Die Frau serviert das Essen. Während die Männer essen, wedelt sie mit einem Palmenzweig die Fliegen fort. Die Frauen essen später allein oder mit der Mutter und den Kindern und, wenn Männerbesuch da ist, in einem anderen Raum. Gegessen wird aus einem großem Teller (bei Reis- und Nudelgerichte), wobei jeder seine Ecke hat und man nicht wild und wahllos in den Teller hinein greift. Dabei benutzt man einen Löffel oder ein Stück Fladenbrot oder die Finger. Vor dem Essen bringt die Frau eine große Kupferkanne zum Händewaschen. Dabei wird eine kleine spezielle Kupferschüssel als Waschbecken verwendet. Diese Schüssel ist so konstruiert, dass sie in der Mitte etwas vorgewölbt ist, damit ein Stück Seife hineinpasst. Nach dem Essen wäscht man sich die Hände und den Mund. Während des Essens gibt es Wasser aus einem gemeinsamen Tonbehälter.

Auch beim Baden hilft die Frau ihrem Ehemann. Dabei steht der Mann in einer großen Kupferschüssel, während die Frau ihn mit Wasser übergießt. Auch die Wäsche wird in einer solchen Kupferschüssel gewaschen.

Trinkwasser wird, in Dörfern, Gemeinden bis zu etwa 15000 Einwohnern und in kleineren Siedlungen, von einer Pumpe einen nahgelegenen Wasserwerks, einer unterirdischen Quelle oder häufig noch, aus Bequemlichkeit, aus dem Kanal geholt. Es wird in großen Tonbehältern gelagert (
s. Wasserhygiene) und einige Tage stehengelassen, bevor es getrunken wird (s. Wasserversorgung). Außerdem wird Wasser aus einem Lastwagen, der in die Dörfer vorbeifährt verteilt. Ferner findet man in die Dörfer und ärmeren Viertel der Städte noch der Saqqa (Wasserträger), der Leute s. Anm. 43 u.Bild mit Wasser versorgt.

Verhalten gegenüber Tiere

Wenn Tiere auf der Terrasse gehalten werden, und man sitzt beim Essen (s. oben) kann es vorkommen, dass die Tiere versuchen mitunter den Tisch zu nähern, werden aber schnell vertrieben, was auch für Hunde und Katzen gilt. Haustiere, besonders Hunde, werden nicht mit ins Bett genommen, selten gestreichelt und vor allem nicht in die Nähe des Mundes gebracht oder gar geküsst. DieTiere werden nur für den unmittelbaren Nutzen gehalten, wie z.B. die Katzen die Mäuse dezimieren und die Ratten vertreiben sollen (
Anm. 54)und die Hunde als Wachhunde dienen. Der Nachteil, der sich aus der Hunde- und Katzenhaltung ergibt, ist die Verbreitung von Flöhen. Während die Katze fast überall hindarf, wird der Hund nur außerhalb des Hauses (auf der Terrasse oder Hof) gehalten und gilt wie das Schwein als unrein. Schweine werden in den Dörfern überhaupt nicht gezüchtet außer bei Christen, die in der Nähe von Städten leben. Die Dorfbewohner besitzen selten Pferde und essen auch deren Fleisch nicht, sondern nur das von Wiederkäuern, selten Kamelfleisch, Kaninchen und Geflügel.

Die ägyptische Mahlzeit im Dorf (auch für arme und reiche Stadtbewohner)

Der Ägypter ist beinahe Vegetarier. Fleisch oder Fisch isst er nur ein- oder zweimal in der Woche. Meist drei Mahlzeiten pro Tag. Das Mittagessen besteht aus Kombinationen verschiedener Gemüsesorten, darunter Hülsenfrüchte meist mit Tomatensauce die mit Fladenbrot gegessen werden, besonders gefüllte Auberginen, Zucchinen, Tomaten, Paprikaschoten, Kohl- und Weinblätter. Als Füllung dient Reis mit verschiedenen Kräuter, viel Salz, Zwiebeln, Knoblauch viel Pfeffer und scharfen Gewürzen. Mitunter wird auch Gehacktes von Rind- oder Hammelfleisch zusammen mit dem Reis verwendet. Außerdem gibt es verschiedene Gemüsesuppen mit Geflügel oder Kaninchen und Ragouts mit Kartoffel, Kohl, grüne Gemüse u.a. Gekocht wird mit viel Pflanzenöl, Margarine und Schmalz vom Rind oder Hammel. Gemischte Salate mit Öl und Zitrone oder Essig, viel Salz und Pfeffer (scharfer, roter Pfeffer) ergänzen das Essen. Als Obst, meist Wassermelone, Guaven, Orangen, Mandarinen u.a. Zum Nachtisch ist die Auswahl, der Süßigkeiten sehr groß z.b. Kunafa, eine Art feiner und länglicher Nudeln aus Mehlteig, die mit Zucker übergossen sind, oder Halva (Sesambutter mit Honig), Ferner Vanille- oder Wackelpudding u.a. Anschließend gibt es kräftigen Tee, und man raucht manchmal die Wasserpfeife.

Das Abendessen fällt leichter aus. Es wird Käse, Salami vom Rind, in Salz eingepökelten Fisch, schwarze oder grüne Oliven, grüne scharfe Peperoni, oder Eingemachtes und schwarzer Honig mit viel Fladenbrot serviert.

Zum Frühstück gibt es meist das Nationalgericht mit hart gekochten Eiern. Das Nationalgericht besteht aus gekochten braune Bohnen, ein sehr wirtschaftliches protein- und vitaminreiches Gericht, Fuhl genannt, was auch in Europa inzwischen bekannt ist.

Die getrockneten Bohnen (Fuhl) werden in einem sehr großen Kupfertopf, bei kleiner Flamme, in Wasser ohne Salz ca. 12 Stunden lang gekocht. Danach werden sie, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft, dann in Öl mit Brot serviert.

Eine sehr häufige Version wird folgendermaßen vorbereitet: Die fertig gekochten Bohnen werden zu einem Brei zerdrückt, dann mit gehackter Zwiebel, etwas Knoblauch, mit Öl, Salz, Pfeffer, Kräuter, und scharfe Gewürze vermischt. Dieser Form ist sehr schmackhaft, daher heißt sie " Taameya " was so gut wie " die Schmackhafte " bedeutet und wird mit eingelegtem Gemüse ( Radieschen, Karotten, Gurken usw.) und Fladenbrot gegessen.

Eine weitere Variante besteht darin, dass man den Brei mit einem Spezialbesteck zu kleine Bouletten formt und in heißes Öl taucht. Die fertige gebratene Bouletten sind die auch hier wohl bekannten " Falafel ", die man auch mit eingelegtem Gemüse in Fladenbrot isst.

Diese Gerichte, deren Rezepte aus den Dörfer ihre Ursprung haben, erfreuen in den Städte, seit Urzeiten, große Beliebtheit. Außer den Schnellimbissen, die ausschließlich Fuhl, Taameya und Falafel verkaufen, gibt es auch Läden oder auf Karren eingerichtete Imbisse, die Nudeln oder Reis mit Saucen oder auch mit Leber, Gehirn, gebratenem Fisch oder Spießfleisch verkaufen. Die meisten Besitzer dieser Imbisse stammen aus Dörfern.

Zum Kochen wird ein Lehmofen benutzt, der im Hof oder etwas weiter vom Haus entfernt installiert ist. Als Brennstoff dient getrocknete Kuh- und Kamelmist (Tauben- und Hühnermist benutzt man als Dünge). Manche Leute besitzen einen Butangasherd oder einen oder mehreren kleinen Petroleumofen, der beim Anzünden eine ziemlich starke Flamme entstehen lässt, die der Stärke eines gewöhnlichen Gasherdes entspricht.


«« Abschnitt 5 ( Schlussbemerkung )

Das Leben im ägyptischen Dorf ( Bilder )




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s.auch «« Anm.36


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Gestern und Heute

Abb.1-2 Kopflast

Abb.3-4 Pflug


Abb.5-6 Schaduf (Bewässerungsart)

Abb.7 Beschneidung Beginn 6. Dynastie ( vor ca. 5000 Jahre)

Abb.8-9 Beschneidung heute (s.Hinweise im Barbierladen am Eingang und über dem Spiegel)


Bild 1, 3, 5 und 7 ( 84A )
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Anm. 54:

Folgende Arten von Ratten kommen in Ägypten vor ( Stand 1963 ):

Arvicanthis niloticus, Rattus rattus ( Hausratte ), Rattus norvegicus ( Wanderratte ), Mus musculus, Acomys cahirinus, Acomys dimidiatus und Acomys russatus und Nesokia indica alexandrinus. Als Unterart ist Rattus r. frugivorus zu nennen ( 45 ). Die Pestratte, Nesokia bengalensis Gray, kommt nur in Südasien vor. Die Hausratte und der Wanderratte kommen auch in Deutschland vor. Ratten gehören zur Familie der Mäuse, einige Arten sind fast so groß wie eine Katze ( bis 50 cm mit Schwanz ). Alle u.a. Nagetiere bzw. ihrer Flöhe können, müssen nicht, die Pest u.a. Erkrankungen übertragen.
««zurück zur Anm. 34

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Gesundheitswesen

Abb.1-2 Ruinen des Moristan
von Kala-un

Abb.3 Kräuterhandlung in Kairo und
verschiedene Kultgegenstände


Abb.4 Badehaus

Abb.5-7 Krankenhäuser


Abb.8-10 Müllabfuhr

Abb.11-14 Sanitätsstationen

««Abschnitt 32 ( Suez-Kanal )
««Abschnitt 21431 ( Barbiere ) oder
««Abschnitt 2141 ( Moristan ) oder
«« Abschnitt 42212 ( Sanitätsstation )
«
«Abschnitt 42222 ( Entsorgung )

«« Anm. 21
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61 Literatur

Dissertation (Doktorarbeit):




Bereits 1989 veröffentlicht:
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