Symptome und Krankheiten

Die Bedeutung von Krankheit ist in der Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zu finden und die besagt, dass Gesundheit der Zustand völligen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefinden eines Menschen ist .






Belegte Beispiele psycho- sozialen Belastungen die zu Krankheiten Führen:

Verlust des Partners, der Eltern, Verlust der Kinder, krankes Kind, Scheidung

Ungesunde Belastung, Ärger: zu Hause, auf der Arbeit

Verlust des Arbeitsplatzes , der Wohnung.

Armut,Unglücklich sein, Traurig sein

Psychosomatischen Erkrankungen:
( Organische Krankheiten , die sekundär durch dauernde psycho-soziale Belastung entstehen können ):


-Reaktive Verstimmung (Reaktive Depression)

-Drogenabhängigkeit (Suchtmittelabhängigkeit)

-Nicht organischbedingte Verminderung der Abwehrkräfte (Immuninsuffizienz)

-Fettsucht (Adipositas)

-Magersucht (Anorexia nervosa)

-Nervöse Atembehinderung (Asthma bronchiale)

-Funktionelle Bauchbeschwerden (Funktionelle Abdominalstörungen ):
Reizmagen,Dickdarmreizung und/oder Völlegefühle

-Nervöse Atmungssyndrom (Hyperventilationssyndrom)

-Innere Unruhe (Herzneurose)

-Reaktiver nicht organischbedingter Bluthochdruck (Essentielle Hypertonie)

-Herzkranzgefäßleiden (Koronarleiden)

-Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

-Zwölffingerdarm-Geschwür (Ulcus duodeni)

-Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa)

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Andere Erkrankungen:

Drogenabhängigkeit:
Ist eine Krankheit wie jede andere.
Das Wort "Droge" kommt aus dem Französischen und bedeutet "Rohstoff für Heilmittel".

Es gibt zwei Arten von Drogen: Einmal die natürlichen (pflanzlichen) und zweitens die Synthetischen. Drogen ob pflanzliche Herkunft oder synthetisch sind alle chemische Verbindungen. Darunter gehören die legalen Drogen wie Alkohol, die Inhaltstoffe des Tabaks (Nikotin), verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. leichte und starke Schlaf-oder Schmerzmittel oder Opiate) und die Illegalen wie Haschich, Marihuana, Amphetamine (Ecstasy, Designerdrogen), Heroin, Kokain, LSD u.a. sogenannten weichen und harten Drogen.

Viele Drogen können je nach Persönlichkeit, Gemütslage und Prädisposition (Anfälligkeit) bereits nach einmalige Einnahmen zu Abhängigkeit (Sucht) führen. Dabei spielen Alter, Bildung und Beruf keine Rolle. Ist eine Abhängigkeit erreicht läßt sich ohne Psychotherapie sehr schwer behandeln. Besonders hervorzuheben ist Heroin (Diamorphin). Die Abhängigkeitsgefahr ist stärker als bei alle anderen Morphinderivaten (Opiate), Alkohol und Nikotin (ein Alkaloid wie alle Opiate). Eine Entziehungstherapie bei Heroin ist sehr schwer durchzuführen (s.unten). Gerade die legalen Drogen Alkohol und Nikotin (inTabak) u.a. verursachen nicht nur eine psychische (seelische)- und physische (körperliche)- Abhängigkeit sondern auch auf dauer die meisten irreversiblen Gesundheitsschäden. Je nach Konstitution bereits nach sehr kurzer Zeit.

Droge, Symptome, Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten:


1. Die legalen Drogen, die zu einer Abhängigkeit führen können:
1.Alkohol (chemisch.: C2H5OH, Äthanol ): außer in Getränke, ist als Zusätze und als Konservierungsmittel in Lebensmittel und Medikamente zu finden. Alkoholgehalt in Prozent (g): Bier(3-6), Wein (8-20), Liköre (20-30), Whisky (35-45) u.a.
Bereits nach einem Glas Wein kann Alkohol, abgesehen von der Suchtgefahr, organschädlisch sein.

2.Tabak: Zigaretten u.a. ( Nikotin (ca. 1 mg), Teer und Kohlenmonoxid (je ca.10 mg pro Zigarette)

3.Tabletten: Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Muskelentspannendenmitteln.


Fortsetzung folgt!


Warum keine Antbiotika bei banaler Erkrankung?


Infektionskrankheiten:
Erreger von Infektionskrankheiten sind nur ein sehr geringer Teil sämtliche in der Natur vorkommenden Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Viren). (s. übertragbare Krankheiten und weiter hier unten: Unterschied Bakterien, Pilze und Viren )

Banale Erkrankungen:

d.h.: kein hohes Fieber, keine starken Schmerzen oder Bewusstseinstrübung u.ä. vgl. Notfälle

z.B. Bei banaler Erkältung (mit Symptomen wie leichtem Fieber, leichtem Husten, Schnupfen, leichten Halsschmerzen) u.a. bei banaler Erkrankung wie leichtem Durchfall, kleiner Wunde, Pickel, Fußerkrankung u.ä : Keine Antibiotika einnehmen oder auftragen!

Zurück zur Fußerkrankung (unten)

gemeint sind hier antibakterielle Medikamente. Weil es sich meist um Vireninfektionen handelt zunächst symptomatisch behandeln. Denn wenn es sich um eine Viruserkrankung bzw. eine Pilzerkrankung (seltener) handelt, haben Antibiotika auf das Virus absolut keine Wirkung bzw. bei Pilzen können sie entweder Pilzerkrankungen begünstigen oder zur Verschlimmerung bereits bestehender beitragen!

Außerdem:

-Die normale Zusammensetzung der Haut-, Mund-und Darmflora (Bakterien,Pilze), die normalerweise andere Mikroorganismen, die nicht dort hingehören, fernhält (vgl. Rasen), kann durch Breitspektrumantibiotika schon nach kurzzeitiger Anwendung gestört werden und das Überwuchern durch gefährliche Mikroorganismen nach sich ziehen (z.B. Darmbakterien können sich in Mund und Rachen oder Mundbakterien im Darm festsetzen).

- Mikroorganismen können durch Mutationen u.a. eine Resistenz gegenüber einem verabreichten Antibiotikum entwickeln und dadurch eine künftige Behandlung bei einer schweren Erkrankung, wo Antibiotika indiziert sind, unwirksam machen und Patienten erst recht ernsthaft gefährden.

- Ferner können sie eine allergische Reaktion auslösen, auch wenn normalerweise der/die Betreffende nicht allergisch gegenüber z.B. Penicillin ist!

Hier zwei Beispiele:

sofortige Wirkung : beim Pfeiffer-Drüsenfieber (Mononucleose), einer Viruserkrankung, die sehr oft für eine bakterielle Angina gehalten wird, und der Patient mit Ampicillin (Breitbandantibiotikum) u.a. Antibiotika behandelt wird. Dies verursacht fast immer ein nicht zu unterschätzenden juckenden generalisierten Hautausschlag!

Langzeitwirkung : Follikulitiden, hervorgerufen durch bestimmte Bakterien, infolge jahrelanger antibiotischer Therapie einer Akne.

-Ein Medikament muss gezielt gegen einen Mikroorganismus eingesetzt werden. Heutzutage lässt sich dies recht schnell durch Laborbestimmungen feststellen.

- Antibiotika sind Chemotherapeutika biologischer Herkunft. Seit geraumer Zeit gibt es aber auch synthetische Formen. Geblieben ist der Name "Antibiotika" für Medikamente gegen Bakterien. Darunter gibt es die bakterizid- und die bakteriostatischwirkenden Formen.

Chemotherapeutika:

Gegen Bakterien (Antibiotika): z.B. Penicilline, Cephalosporine, Tetracycline, Aminoglykoside, Sulfonamide u.a.

Gegen Pilze (Antimykotika):z.B. Nystatin, Pimaricin, Griseofulvin, Clotrimazol, Bifonazol, Amphotericin u.a.

Ausnahme: Zufällig wirkt Bifonazol sehr gut auf Corynebacterium minutissimum,* ein Bakterium, das früher für einen Pilz gehalten wurde und einen anderen Namen trug, und deshalb mit einem Antimykotikum bekämpft wurde!

Gegen Viren (Virostatika):Trotz einige Erfolge sind Virostatika noch nicht zufriedenstellend einsetzbar. Wie der Name sagt, wirken sie nur statisch. Bisher nur lebensverlängernd (bei AIDS).

Gegen Tumorzellen (Zytostatika): Wie bei Virostatika.

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* Corynebacterium minutissimum verursacht Erythrasma .

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Prostataerkrankung :

Leitsymptom: Häufiger Harndrang auch bei leerer Blase und unabhängig von der Tageszeit oder Körperlage.
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-Was kann ich gegen meine Rheumabeschwerden tun?


-Diese Frage läßt sich nicht so einfach beantworten wie z.B. bei Gastritis oder Bluthochdruck.

-Rheuma ist eine Erkrankung der Gelenke und/oder des Bindegewebes (Sehnen, Knorpel, Kollagen u.a.) und ist eine sehr komplexe Krankheit, die spezifische, langwierige Labor- und klinische Untersuchungen erfordert und nur persöhnlich von Ärzten diagnostiziert und behandelt werden sollte.

-Durch die Erkrankung des Bindegewebes können auch Organe und Gefäße betroffen sein. Die Symptome (Beschwerden) können also in einem Körperbereich oder in verschiedenden auftreten, d.h. es können ein oder mehrere Organe und/oder ein oder mehrere Gewebearten d.h. Knochen, Muskel, Nerven, Haut, Gefäße oder Blut betroffen sein.

-Ferner kann die Ursache endogen (von innen) bzw. exogen (von außen) sein.

-Je nach Erkrankung findet man häufig im Blut bestimmte Substanzen die dort normalerweise nicht hingehören z. B. Autoantikörper u.a. oder Krankheitserreger.

-Zusammenfassend wird also nach Körperbereich, Symptomen (bzw. Symptomengruppe), Laborwerten und Ursachen unterschieden werden.

-Dementsprechend gibt es sehr viele und unterschiedliche Formen von
Rheumaerkrankungen und folglich mehrere Behandlungsansätze.


-Behandelt wird also je nachdem zunächst symptomatisch mit Schmerzmitteln,
fiebersenkenden, entzündungshemmenden Medikamenten oder es wird versucht, den im Blut
zirkulierenden Fremdsubstanzen oder Erregern gezielt entgegen zu wirken.

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Hauterkrankungen:

Erythrasma: Flächenhafte Rötungen, später rötlich-braun, bei Männern an den Innenseite der Oberschenkel, in den Leisten, in den Achseln und bei Frauen in den Brustfalten und wird verursacht durch Corynebacterium minutissimum*, ein Bakterium, das irrtümlicherweise früher für einen Pilz gehalten wurde.

s.auch: Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten wo kommen sie her?

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Fußerkrankung:


Frage:

Mein/e Partner/in und andere haben Fußpilz und ich nicht. Wieso?

Trotz engen Kontaktes und Barfußlaufens werde ich nicht infiziert. Auch im Schwimmbad und früher zu Hause und in der Wohngemeinschaft wurde ich von anderen nicht infiziert. Wieso? Ich habe dies auch bei anderen Leuten festgestellt.

Antwort:

- Man sollte nicht von Fußpilz, sondern von Fußerkrankung sprechen, denn es könnte sich um eine bakterielle Besiedlung handeln.

- Er/sie, hat bereits prenatal oder im Kleinkindalter eine immunologische Toleranz erfahren (d.h. sein/ihr Immunsystem erkennt die Erreger nicht als Fremdkörper).

- Seine/ihre Hautflora
ist gestört. Er/sie macht z. B. zur Zeit eine Antibiotika- bzw. Kortison-Therapie oder hat eine solche gerade hinter sich, gemacht wodurch der Fuß mit Pilzen besiedelt ist ( s.oben Antibakterielle Therapie) oder ganz einfach: er/sie wäscht sich mit starker Seife, spült sie danach nicht gründlich mit Wasser ab und trocknet sich nicht ausreichend in den Zehenzwischenräumen.

- Er/sie trägt anschließend schlecht durchlüftetes Schuhwerk.

- Seine/ihre Zehen sind schlecht durchblutet (Anzeichen: häufig kalte Füße).

- Er/sie lebt ständig unter Belastung (psychisch und/oder körperlich).

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Gemeinsamkeiten von Krankheiten


Eine Hirnerkrankung: Beispiel :Epilepsie

Eine Drüsenerkrankung: Beispiel: Hyperthyriose

Eine Stoffwechselerkrankung: Beispiel: Porphyrie.

Gemeinsamkeit sind die neurologische Symptome diese Erkrankungen: Neurologische Ausfälle, Krampfanfälle, Psychosen.


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Immunbiologie
Unser Immunsystem

Um Erkrankungen des Immunsystems zu verstehen bedarf es einigen Erläuterungen. Das Immunsystem ist das wichtigste Organ in unserem Körper. Ohne es würden wir in kurzer Zeit zu Grunde gehen. Es ist ein sehr kompliziertes und komplexes System was immer noch nicht vollständig geklärt ist. Man weiß aber inszwischen schon sehr viel darüber.

Antigen und Antikörper
Das Immunsystem kennt sämtliche im Universum befindliche Substanzen. Dies ist genetisch festgelegt. Was ist hier unter Substanzen zu verstehen? Diese sind zunächst alle organische und anorganische Stoffe und dann Substanzen die rein chemische oder chemisch- biologische Natur sind. Die eigentliche "Fremdkörper" aber sind große Molekülen, organisch-biologische Natur mit häufig anorganische Anteile und reicht von langkettige oder dreidimensionale Proteine (Enzyme) bis zu kleineren Proteine (Peptide), fremden Nukleotide (DNA,RNA -Teile, wird unten später erläutert) und Teile von Glukoproteine oder eigene im Körper befindlichen Peptide, Proteine, Glukoproteine, Nukleinsäuren (DNA, RNA), Lipide und Enzyme die durch kleinen chemischen Stoffe, die an sie binden, dadurch sie " entfremdet" und im Körper einem Immunantwort auslösen.

An der Oberfläche von Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten) befinden sich je nach Mikroorganismen, meist symmetrisch eingereiht, verschiedene der obengenannten Stoffe (s. unten). Das Immunsystem erkennt diese Substanzen und ist also in der Lage gegen diese Verbindungen bzw. Mikroorganismen, die für unsere Körper schädlich sind, abzuwehren. Diese werden Antigene (Fremdkörper) gennant. Das Immunsystem bildet dann so genannte Antikörper (Abwehrstoffe) gegen diese Antigene. Für jedes Antigen wird dann entsprechende Antikörper gebildet, die nur für dieses Antigen spezifisch sind.
Es werden so viele Antikörper gebildet solange diese Antigene weiter im Körper sich befinden oder im Blut zirkulieren.

Das Immunsystem ist außerdem im Stande, nicht nur eine chemisch-biologische Fabrik, die allen benötigten Antikörper herstellen kann zu sein, sondern zugleich eine Bibliothek, die aller an Informationen speichert, die das System braucht.

Das heißt nicht, dass das nach der Geburt eines Kindes bereits der Fall gegeben ist. Ein Kind bekommt zwar bereits im Mutterleib durch den Blutkreislauf von der Mutter, Antikörper, die gegen bestmmten Antigene gerichtet sind, so dass bei der Geburt an als Säugling einigermaßen geschützt ist. Das Immunsystem aber muss von Geburt des Kindes an lernen, nach und nach beim Wachstum des Kindes, gegen immer neue Antigene sich abwehren zu können ( z.B.Kinderkranheiten) und sich weiter auszureifen (Zellen des Immunsystem u.a.). Diese Entwicklung (sozusagen "Schulung") schreitet langsam fort bis etwa dem 20. Lebensjahr eines Menschen, dann ist das Immunsystem vollständig ausgereift d.h. aller für das Immunsystem beteiltigte Bestandteile, Stoffe und Organe: Weißenblutkörperchen (Granulozyten, Makrophagen, Monozyten, Lymphozyten) Darmzellen, Lymphknoten, Milz, Enzyme, Hormone, Lockstoffe u.a. Während Organe, die nicht mehr benötigt werden, werden zurückgebildet. Das Immunsystem muss aber nicht warten bis aller benötigte Bestandteile ausgereift sind. Es ist im Laufe dieser Entwicklung, trotzdem immer und in jeder Zeit, in der Lage für jedes Antigen die entsprechenden Antikörper zu bilden. Da auf dem Oberfläche von Bakterien, Pilze und Große Molekule verschiedene Angriffsflächen ( Verschiedene Substanzen, Teile der chemischen Strukturen ) bieten werden verschiedene Antikörper gebildet also für jede Angriffsfläche jeweils bestimmte Antikörper.


Wie funktioniert das Ganze?

Hier muss man zuerst unterscheiden zwichen unspezifische- und spezifische Immunreaktion.Zwei Reaktionen unterschiedliche Wirkweise die unmittelbar nach einer Infektion parallel in Gang gesetzt werden.Außerdem gibt es eine unterschiedliche Reaktion je nach Erregerart.

Die unspezifische Immunreaktion

Erste Immunreaktion bei Bakterien, Pilze, Viren, sehr kleine Parasiten (z.B. Malaria,Toxoplasmose) die im Blut oder Eintrittspforte (Wunde) eingedrungen sind und Gewebereste oder fremde großen Molekülen (z.B Schlangen-, Spinnengifte u.a., s. oben) :

Sobald Erreger (also Mikroorganismen oder die oben erwähnten großmolekularen Sustanzen) eindringen bzw. im Körper sich plötzlich ( z. B. Trummerteile von Zellen oder Gewebe ) befinden, werden, durch Botenstoffe, zwei Arten von Weißenblutkörperchen, die neutrophilen Granulozyten und die Makrophagen (neutrale Killerzellen) angelockt. Unmittelbar danach angelockt durch Botenstoffe von den erwännten Weißenblutkörperchen, erscheinen dann eine andere Art von Killerzellen (T-Lymphozyten s. unten,), die bei persistenz von Erreger die Immunreaktion fortsetzen. In dierser Reihenfolge also, zunächst die neutrophilen Granulozyten dann die Makrophagen (die neutralen Killerzellen) die den Erreger verschlingen und verdauen bzw. auflösen ( amöboide Phagozytose ). Diese erste Reaktion (der Granulozyten und Makrophagen) heisst -- die unspezifische Immunreaktion.

Die spezifische Immunreaktion

Diese Reaktion ist komplexer und beginnt unmittelbar nach der unspezifische Reaktion und setzt sich fort bei Persistenz von Erreger im Körper .
Bei Viren, bzw. virenbefallenen Zellen, resistenten Bakterien, bestimmte Arten von Bakterien (z.B. Mykobakterien) und einige sehr kleine Bakterienarten verläuft diese Immuneaktion etwas komplexer. Mittel Botenstoffe und die von den oben genannten Zellen gesammelten Information, fängt die Bildung von Antikörper an. Wie oben erwähnt sind diese Substanz- und Erregerspezifischen Abwehrstoffe (s.oben). Daher heißt diese zweite Reaktion-die spezifische Immunreaktion.


Im Laufe der Entwicklungsgeschichte von Mikroorganismen und Wirbeltieren haben einige Erreger, abgesehen der Resistenz einigen Bakterienarten, einen ausgeklügten Weg gefunden um das Immunsystem weitgehendst zu umgehen. Sodass Viren und bestimmte Bakterien und einige Parasitenarten in der Lage sind nach dem ersten Angriff der Killerzellen und den weiteren Antikörperangriff zu "hinterlisten" indem sie einerseits Stoffen ausscheiden die den Angriff blockieren oder sich in Körperzellen eindringen (Viren und einige kleine Bakterien-und Parasitenarten) und dadurch sich von weiteren Angriffe schützen. Das Immunsystem war wiederum nicht untätig und hat auch um sie zu bekämpfen ein anderes System entwickelt (s. unten: Lymphozyten).


Ein Virus im gegensatz zu Pilze, Bakterien und Parasiten hat keinen eigenen Stoffwechsel und ist anders gebaut. Viren sind sehr viel kleiner als Bakterien, meist rund oder polyedrisch (Vielflächner) symmetrisch gebaut, bestehend aus einem kleinen DNA -oder RNA -Strang und einer Proteinhülle. Um sich zu vermehren braucht ein Virus eine Zelle (Wirtszelle). Solange es frei in der Luft , Boden oder Wasser (bzw. Flüssigkeiten) sich befindet ist es inaktiv. Sobald es in seine spezifische Zelle eingedrungen ist wird es aktiviert "am Leben erweckt" und ist dann solange es sich in der Zelle befindet vom Immunsystem, für einer gewisse Zeit, nicht angreifbar.
Pilze werden mit Mykotika, Bakterien und einige Parasiten mit Antibiotika bekämpft. Diese substanzen (Mykotika, Antibiotika) greifen entweder die Oberfläche von Parasiten, Pilze, Bakterien (Zellwand) oder deren Stoffwechsel an. Deswegen kann man Viren nicht mit Mykotika oder Antibiotika beseitigen.

Einmal eingedrungen verändert das Virus genetisch die Zelle, nimmt alle Stoffe die es von der Zelle braucht und vermehrt sich darin. Dieses mehrfach vermehrte Virus, muss aber schnell die Zelle verlassen bevor sie von den speziellen Zellen als infiziert erkannt werden und verschlungen. Das Virus kann nun wieder in weitere Zellen eindringen (infizieren) und sich weiter vermehren. Diese Vorgang, nach der vielfachen Virusvermehrung, verursacht eine Infektion, dann eine Entzündung mit Fieber und je nach Symptome, eine bestimmte Krankheit. Jedes Virus ist meist auf eine bestmmte oder mehrere Zellarten spezialisiert. Zum Beispiel, das Hepatitisvirus sucht sich Leberzellen, Grippeviren die Nasen- Hals- oder Bronchienschleimhautzellen, Darmzellen usw.

Sobald Viren und bestimmte sehr kleine Bakterien (die das Virus imitieren und früher für große Viren gehalten wurden) und auch kleine Parasiten ( Protozoen z.B: Malaria, Toxoplasmose) in der Blutbahn oder durch die Haut (Wunde), Mund oder Atemwege eingedrungen sind, müssen sie so schnell wie möglich an die Zellen herankommen. Denn bevor sie ihre speziellen Zellen finden werden je nach Virenkonzentration von den bereits oben erwähnte neutralen Killerzellen abgefangen. Diese Vorgang endet meistens bereits hier bei einer geringen Viruszahl und einem gesunden Immunsystem und eine Infektion findet dann nicht statt oder weil man bereits dagegen immun ist.


Die Lymphozyten

Wie bereits oben erwähnt ist der Vorgang recht kompliziert und in groben und vereinfacht erklärt, bei Persistenz des Virus u.a. bzw. sein wieder Erscheinen in der Blutbahn oder bei einer sehr hohen Konzentration von Viren u.a. Erregern verläuft dieser Reaktion folgendermaßen:
Nach dem erscheinen von neutrophilen Granulozyten und Makrophagen, durch Botenstoffe, kommen nun zunächst eine andere Art Zellen, aber auch Weißenblutkörperchen, die zu den Gruppen der Lymphozyten gehören.

Außer den Makrophagen erscheinen nun noch zwei Arten von Lymphozyten: die T- und B- Lymphozyten die für die Bildung von Antikörper und Beseitigung der außerhalb der Zellen befindlichen Erreger zuständig sind. Unter den T- Lymphozyten gibt es die sogenannten T-Helferzellen und weitere Typen, die andere Aufgaben haben. Diese (T-Helferzellen) durch Mitwirken von Makrophagen, bekommen sie Information über das Virus u.a., dann wandern sie zu den B-Lymphozyten, die sich in unmittelbarer Nähe befinden und liefern Letzteren die gesamte ermittelte Information. Die B-Lymphozyten beginnen dann sich zu teilen werden größer, ihr Zellkern vergrößert sich und sie beginnen massenhaft aller in Frage kommende Antikörper nach der Information, die sie von der T-Helferzelle bekommen haben, zu bilden und in die Blutbahn abzugeben. Diese "gereifte" B-Zellen heißen dann Plasmazellen. Die so produzierten Antikörper suchen dann zu tausenden die entsprechenden Antigene, die sich noch außerhalb der Zellen befinden, aglutinieren (Haften) sie zu einem Klumpen und so auf diese Art, werden die Viren u.a. unschädlich gemacht. Diese entstandene Masse wird dann von den Makrophagen beseitigt (phagozytiert). Als nächste und wichtigste Aufgabe der Makrophagen, Lymphozyten (und bestimmte Körpersubstanzen) im Blut ist nun zu sorgen, durch gemeinsamen Arbeitt dafür, durch zellulären und Antikörper "Einsatz", dass nun alle mit dem Virus bzw. mit anderen Erreger infizierten Zellen beseitigt werden. Ist man bereits dagegen immun dann verläuft dieser Immunreaktion dann effektiver und schneller .

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Texte und Fotos Copyright © 1989-2024 Dr. Jean Michalla

Fortsetzung folgt!

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